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Well's Bogensport
Inh. Horst Well
Ringstr. 26
54578 Walsdorf/Eifel
Tel. 0049- (0) 65 93 / 80 91 11
Fax: 0049- (0) 65 93 / 80 91 00
Mobil : 0049- (0) 171 / 83 83 810
E-Mail: wells-bogensport@t-online.de
Wer möchte kann sich den
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ARCH-WELL-TARGET
Bericht Teil 1
Teil 1
Bericht: Scheiben(material) ARCH-WELL-TARGET von Well's Bogensport.
Bisher haben wir uns meist mit Bögen, Pfeilen und Zubehör befasst. Nun schauen wir mal ans andere Ende der Partie und beschäftigen uns mit dem Ziel. Genauer gesagt mit Scheibenmaterial für Auflagen, wie sie in der FITA oder IFAA, sowohl in der Halle als auch bei Feld, bzw. Feld & Jagd-Turnieren Verwendung finden. Bisher ist die Scheibe aus Stramit der Standard, und das mit allen Vor- und Nachteilen.
Unbestreitbarer Vorteil ist die relativ kostengünstige Anschaffung. Reparaturmaterial ist ebenfalls recht kostengünstig, aber dann hört es auch schon so ziemlich auf. Besonders, wenn es an die Reparatur solcher Stramitscheiben geht, stellt man sich zu Recht die Frage, ob sich der zeitliche und personelle Aufwand rechtfertigen lässt.
Als Alternative werden die sehr guten Danage-Scheiben verwendet. Allerdings scheiden diese aufgrund der hohen Anschaffungskosten für viele Vereine oder Privatleute aus. In die gleiche Kategorie fallen die Scheiben des Herstellers Eleven, die zwar schon um einiges günstiger sind, aber so ganz passt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis immer noch nicht.
Außer Frage steht bei den beiden letzt genannten die sehr gut Funktionalität gegenüber den Scheiben aus Stramit. Was gemeint ist? Gerade bei den jüngeren Generationen an Pfeilen brennt sich durch die die hohe Geschwindigkeit besonders bei der Compound-Fraktion das Stramit regelrecht auf dem Schaftmaterial fest und darf dann aufwändig wieder entfernt werden. Auch die vorbeugende Behandlung der Pfeilschäfte hilft nur bedingt. Das kann echt nervig werden, man will ja schließlich schießen und nicht putzen, oder?
Wie kann also eine optimale Scheibe für den Bogensport aussehen? Machen wir doch einfach mal ein Auflistung. Ein Scheibe soll:
- langlebig sein,
- einem Beschuss mit schnellen Bögen aushalten,
- leicht zu transportieren sein,
- leicht zu reparieren sein,
- witterungsbeständig sein,
- pfeilschonend sein,
- kostengünstig sein.
Gibt es also die "eierlegende Wollmilchsau" unter den Scheiben? Oder kommt man dem Optimum sehr nah?
Bei unseren Parcours-Besuchen in Müllenborn, Austragungsort der Müllenborn-Classics, sind uns die Scheiben aufgefallen, die im dortigen Parcours teilweise schon mehrere Jahre genutzt werden. Bisher hat dort noch kein Compounder durch geschossen. Auf unsere Frage, wer die Scheiben herstellt, oder vertreibt, hat man uns die Adresse von Horst Well von Well's Bogensport genannt. Die Antwort von Horst Well: "Ja, die stelle ich her und vertreibe sie auch. Wollt ihr mal eine ausprobieren?" Kurzes Zögern, meint er das Ernst? Dann die Antwort: "Ähm, ja, gerne." "Okay, holt euch eine ab, könnt ihr ja ein halbes Jahr in der Halle testen."
Wow, wo hat man schon mal solche Möglichkeiten, noch dazu, wo ein Kriterium für ein optimale Scheibe die Haltbarkeit ist. Zu Beginn der letzten Hallensaison haben wir dann eine Scheibe in den Abmessungen 100 x 100 in der Halle zum Trainig genutzt. Sie wurde dann auch die ganze Saison intensiv durch Compoundschützen malträtiert. Mindestens 1500 bis 1800 Schuss pro Woche. Wir haben die Auflagen nicht besonders oft umgehängt, um einen extremen Beschuss zu simulieren.
Wie haben sich die Scheiben nun die Hallensaison über bewährt?
Alle Stramitscheiben, auf die bei uns in der Halle auf 18 Meter trainiert wird, stehen zweilagig, also immer zwei hintereinander. So steht auch die Arch-Well-Target vor einer Stramitscheibe. Zu Beginn der Saison war die Eindringtiefe der Pfeile gering, eher so wie im Außenbereich, wo die Scheiben einlagig stehen. Dies änderte sich im Laufe der Saison, so das eine Sicherheitsscheibe notwendig wurde, wie bei den Stramitscheiben auch. Dafür reichen alte Scheiben völlig aus. Nach der Saison war die Scheibe im Bereich der 3er-Spots durch den hohen Beschuss doch ziemlich "auf". Was nun, wegwerfen oder als Back-Stopp nutzen? Sicher ist beides möglich, aber nicht die erste Wahl. Da gehen wir lieber nach dem Motto "Aus Alt mach Neu". Wie? Ganz einfach: Man schneide die Scheibe in vier gleiche Teile (siehe Fotos). Dann legt man die äußeren Ecken (siehe Zahlen auf den Fotos) nach innen. Zur Erleichterung bei der Montage bringt man am besten ein paar Tropfen Sprühkleber (Pattex, UHU o.ä.) auf. Dann noch einen umlaufenden Gurt fest ziehen und fertig. Damit haben wir das "Leben" der Scheibe schnell mal verdoppelt. Die Aktion kann man zur Not und mit Hilfe des Sprühklebers auch allein bewerkstelligen, anders wie bei der Stramitscheibe, wo man mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Paar Hände braucht.
Wie lassen sich nun die Pfeile ziehen? Was machen die bekannten "Problem-Kandidaten" X-10 oder NanoForce? Bei beiden treten keine Probleme auf, es bleiben keine oder nur ganz selten Scheibenreste an den Schäften kleben, die sich leicht mit den Fingern entfernen lassen. Wir empfehlen ein Behandlung der Schäfte, damit erleichtert man das Ziehen der Pfeile. Andersherum: ohne Behandlung erhöht sich die Bremswirkung der Scheibe spürbar. In dieser Disziplin punktet die Arch-Well-Target klar gegen die Stramit-Scheibe.
Ein weiterer Vorteil: Bei Stramit kommt es durch den Schichtaufbau der Scheibe schon mal vor, das die Pfeile einen "Peitschen-Effekt" zu spüren bekommen. Die Spitze folgt beim Eindringen in die Scheibe den Schichten, die aber nicht immer im günstigen Winkel zum Pfeilpflug verlaufen. Ist dieser Winkel zu groß, können die Schäfte im ungünstigsten Fall brechen. Mehr als ärgerlich und auf jeden Fall teuer. Bei der Arch-Well-Target ist uns kein einziger Schaft abgebrochen. Die Scheiben sind aus speziellen PE-Platten mit unterschiedlichen Raumgewichten laminiert. So erhalten die Scheiben eine optimale Bremswirkung.
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Teil 2
Zum Transport: Für uns kein Thema, da die Scheiben permanent stehen, aber viele Vereine oder besonders auch Privatleute müssen die Scheiben vor dem Training aufbauen und danach wieder abbauen. Die Arch-Well-Target wiegt 20 Kg bei einer Größe von 135x135x20 cm und damit um einiges weniger wie eine Stramitscheibe mit 125er Durchmesser, die so bei 70 Kg liegt. Keine Frage, welche ich lieber wegräume, oder? Auch wenn von der Hallensaison nach Draußen gewechselt wird, oder beim Auf- und Abbau bei Turnieren, punkten die Arch-Well-Target durch den schnelleren und leichteren Auf- und Abbau.Sind die Arch-Well-Target auch für den Außeneinsatz auf der FITA-Wiese oder dem Feld-Parcours geeignet? Wie Eingangs gesagt, in Müllenborn stehen diese Scheiben schon mehrere Saisons draußen, bei Wind und Wetter. Mit diesen Scheiben kein Problem. Wer noch nie auf eine gefrorene Stramit-Scheibe geschossen hat, kann es gerne ausprobieren, zu empfehlen ist es aber nicht. Wir haben also eine Scheibe, die wir das ganze Jahr über bei allen Witterungsbedingungen verwenden könne. Bei allen? Nicht ganz, eine Einschränkung gibt es nun doch – ein kleines gallisches Dorf...Bei Regen besteht bei Pfeilen, die eine dickere Spitze als der Schaftdurchmesser haben, Durchschussgefahr. Dies lässt sich leicht umgehen, indem man den Scheiben ein kleines Dach spendiert, das die meiste Feuchtigkeit abhält. Hat man dies auf den Scheibenständer gebaut, einfacher klarer Wellkunststoff aus dem Baumarkt reicht völlig aus, gibt es auch hier kein Problem mehr. Lässt man die Scheiben über mehrere Jahre draußen, sollte man alte Scheibenreste als Backstop hinter die am meisten strapazierten Stellen platzieren.Noch ein Wort zur Reparaturfreundlichkeit. Seit Neuestem bietet Horst Well auch Scheiben mit austauschbarer Mitte an. Er hat eigens dafür ein Werkzeug herstellen lassen, das ein rundes Stück mit 40 Zentimetern Durchmesser ausschneiden kann. Auch hier lässt sich der Austausch von nur einer Person bewerkstelligen. Wir haben uns gefragt, ob jeder Treffer auf diese Austausch-Mitte das Teil nicht nach hinten raus schiebt. Horst Well gibt hierzu auch den Tipp mit dem Sprühkleber. Man versenkt die Austausch-Mitte bis auf fünf Zentimeter in der Scheibe, bringt vier Klebestellen auf und schlägt die Mitte bündig ein, fertig. Das hält, wie Test ergeben haben. Mit einem kräftigen Schlag lässt sich der Kleber für eine weitere Reparatur auch wieder lösen.
Was kostet der Spass nun eigentlich? Eine Stramitscheibe mit 125 Zentimeter Duchmesser kostet um die 100,00 Euro. Ein Arch-Well-Target mit 100 Zentimeter Kantenlänge kostet 164,00 Euro. Diese Größe ist durchaus vergleichbar, da die 125er Stramitscheibe auch nur auf einer Fläche von maximal 100x100 Zentimeter genutzt wird. Die Fläche ist eher noch ein paar Zentimeter kleiner. Wer möchte, kann auch eine 135x135er bei Horst Well ordern. Die findet aber eher im Außenbereich auf dem FITA-Platz oder dem Feldparcours Verwendung.
Vergleichen wir jetzt die 100er Arch-Well-Target mit der 125er aus Stramit, erscheint die Stramitscheibe auf den ersten Blick günstiger. Bei extremen Beschuss mit Compoundbögen lässt die Stramitscheibe aber mindestens genauso schnell nach, wie die Arch-Well-Target. Eine Reparatur ist weitaus aufwändiger und verursacht zusätzliche Kosten an Material. Die erstmalige Reparatur der Arch-Well-Target gestaltet sich einfacher und kostet ausser der Arbeitszeit lediglich den Preis einer Wechselmitte (49,-€). Dazu kommt, das Teile der Arch-Well-Target als Backstop verwendet werden können. Aufgrund der leichten Bauweise lässt sich so ein Backstopp optimal plazieren. Eine Stramitscheibe mit 70 Kg Gewicht hat nur eine Position, da ist auch der Backstop-Bereich sehr schnell durchschossen. Rechnet man jetzt noch die Erleichterung bei Auf-und Abbau hinzu, sowie die eingesparten Kosten an geschrotteten Pfeilen, rechnet sich die Anschaffung unserer Meinung nach auf jeden Fall.
Im Zubehör bietet Well's Bogensport zu den Scheiben auch das passende Ständerwerk an.
Es gibt hierzu 2 Variationen: Zum einen die Fitahöhe, also die Bauweise so, dass die Scheibenmitte bei etwa 130 cm liegt, und zum anderen die Feldbogen- und Garten-Freizeitvariante, wo die Füße des Ständers lediglich 20cm unter das Target reichen.
Die Ständer werden aus gehobelten und gefasten Fichtenhözern im Format 4/6cm hergestellt und sind alle wegen der besseren Aufbewahrung klappbar ausgelegt. Alle Ständer sind fest mit den Target verbunden. Das Target wird eingerahmt und festgeklemmt. Somit steht das komplette Ziel auch zwecks Beschuss zur Verfügung. Weite Durchschüsse treffen somit keine Rahmenteile, die wiederum bei anderen Ständerfunktionen auch zum Teil zu Pfeilbeschädigungen geführt haben.
Unser Fazit:
Mit den PE-Scheiben von Well's Bogensport gibt es ein Scheibenmaterial aus Deutschland mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis, das sich schon bei mehreren nationalen und internationalen Bogensport-Events, wie z.B. den Müllenborn-Classics, bei der EFAC in der Schweiz und dem Bundesleistungszentrum Kienbaum des DSB, bewährt hat.
Selbst in Übersee, wie Cuba, Venezuela oder in Afrika, Libyen werden seine Target’s verwendet.
Besonders gefällt die neueste Generation der Arch-Well-Target mit der Wechselmitte. Hier hat der Hersteller, (der übrigens selbst 15 Jahre als erfahrener Compoundschütze vielen Schützen in Deutschland bekannt sein wird) bestens auf die Bedürfnisse der Bogensportler reagiert und bietet ein besonders langlebiges Produkt an. Die breite Produktpalette hat für Vereine und Privatleute die optimale Größe parat.
Bei Fragen zu den diversen Targets wendet Euch per E-Mail an : wells-bogensport@t-online.de













