Preise
Viper 2009 camo 869,90 €
Viper 2009 rot oder blau 919,90 €
Viper 2009 schwarz 969,90 €
Bezug über:
APA Team Germany
Brinkmann & Krüger Gbr.
Schleupenweg 59
32657 Lemgo
APA Histrory
Was bedeutet eigentlich APA – eine Kurzinfo:
Die APA Geschichte beginnt mit (A)l's (P)recision (A)rchery Shop, wobei Al die Kurform von Nibal ist. Dann entwickelte das Team um Nibal Achbar das Pfeilauflagensortiments und schließlich auch die Compound Linie.
Mittlerweile sind die Kanadier auf dem amerikanischen Kontinent sehr erfolgreich und finden auch in Europa dank des APA-Teams Germany immer mehr Freunde. Hilfreich dürfte hierbei der Service sein, dass man die Bögen des APA-Teams Germany testen kann. Eine Liste der Turniere und Events findet sich auf apaarchery.de.
APA Viper – so ein präziser Jäger wie sein Namensgeber?
Das APA-Team Germany hat uns besucht und die VIPER zum Testen in die Hand gedrückt. Als erstes fragten wir, was wir mit einem 2008er Modell testen sollten, schließlich ist doch schon 2009!?! Alles klar, die Viper wird bis auf kleine Ergänzungen in den Features und eine Änderung der Farbe 2009 unverändert weiter gebaut – warum auch einen erfolgreichen Bogen ändern, haben sich die APA-Ingenieure gesagt. Somit bleiben alle technischen Spezifiaktionen erhalten, es ändert sich die Farbe und alle APA Bögen erhalten das sogenannte Cam-Lock-System, das es ermöglicht, im Parcours Sehen und Kabel ohne Bogenpresse zu tauschen. Dazu später mehr. Als Farbe ist 2009 Vanish-Hybrid im Programm (siehe Bilder).
Uns gefällt die neue Camo-Farbe sehr gut – aber ist alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Parameter | Werksangaben | Testbogen |
Speed | 320 fps (IBO) | 270.7 fps bei 72.4# mit 400 Grain Testpfeil |
Standhöhe | 7 9/16'' / 192 mm | 7.41'' / 188 mm |
Let-Off | 80% | 84,25% |
Gewicht | 4.1 lbs / 1,86 kg | 4.1 lbs / 1,86 kg |
Achse-Achse | 31 ¼'' / 794 mm | 31 ¼'' / 794 mm |
Zuggewicht | 50#, 60# 70# | 72.4# |
Auszugslänge | 25'' - 30'' | 28.25'' |
Zum Bogen:
Wir haben ihn als erstes vermessen, um zu schauen, ob die Werksangaben stimmen.
Wir haben einen Power Stroke von 19.2 und eine gespeicherte Energie von 79.5# ermittelt, insgesamt sehr gute Werte. Entscheident ist aber die Gleichmäßigkeit der Krafteinleitung in den Pfeil. Bei unseren Testschüssen haben wir aus 30 Schuss einen Mittelwert von 270.7 fps ermittelt. Dabei hatten wir maximale Abweichungen nach unten von 0.3 fps und nach oben von 0.1 fps daraus ergibt sich eine Standard-Abweichung kleiner 0.1, ein sehr guter Wert. Sicher ist dieser Wert in erster Linie abhängig von den Pfeilen, aber eben nicht ausschließlich. Unser Testpfeil ist ein Victory V-Force mit 350er Spine premier Selection, mit den geringsten Toleranzen.
Der Bogen ist mit APA-Stuff ausgerüstet. Einem APA Stabilizer, Limb Dampners, Cable Gard Dampner und String Silencers. Eingebaut sind die APA Venom XP2 Cams mit intergrierter Auszugsverstellung. Als Auflage kommt eine APA Safari Twister, eine Klappauflage zum Einsatz. Sehne und Kabel sind von Vapor Trail, damit macht man nichts falsch.
Wie schießt schießt sich die VIPER?
Der One-Cam-Bogen lässt sich angenehm ausziehen, man erwartet bei 70# mehr Anstrengung, wird aber überrascht. Die VIPER fühlt sich eher an wie ein 63 Pfünder. Das Peak ist gleichmäßig (siehe Grafik) mit einem sehr kurzem Tal und definierter Wand, die über einen Anschlag am Cam eingestellt werden kann. Die Auszugslänge lässt sich übrigens komfortabel stufenlos über ein Exentermodul verändern.
Der Griff passt in der Steigung sehr gut, man findet immer wieder den gleichen Druckpunkt, sowohl mit großen, als auch mit kleinen Händen.
Der Abschuß ist sehr ruhig, keine Vibrationen und störenden Geräusche. Beim Auszug haben wir kein Cam-Lean feststellen können. Wahrscheinlich auch ein Verdienst der Rolle mit der recht breiten Führung (siehe Bild). Es fällt auf, dass die Wurfarme und Wurfarmtaschen ebenfalls sehr geringe Toleranzen aufweisen (siehe Bild). Insgesamt ist der Bogen sehr hochwertig verarbeitet.
O-Ton Andreas Gotthardt:
„Mit der VIPER würde ich sofort ein Turnier schießen, kein Problem. Allerdings mit Release, für Fingerschützen könnte die Achslänge gerne etwas größer sein. Klasse finde ich die für einen so kurzen Bogen recht große Standhöhe, das nimmt Nervosität aus dem Bogen und macht ihn fehlerverzeihender.“
O-Ton Michael Ziefle:
„G... - jaja, schon gut. Die VIPER ist APA-typisch extrem ruhig ohne Vibrationen und Geräusche. Mich stört das etwas hohe Let-Off, aber das ist die Eigenheit eines typischen Jagdbogens und, hat man sich einmal darn gewöhnt, durchaus beherrschbar. Man sollte halt mit der Bogenhand schön ruhig bleiben und nicht 'rumzicken.“
Sehnenwechsel ohne Bogenpresse!
Die APA Camsysteme gibt es ab sofort mit dem APA CAM LOCK, welches Sehnen- und Kabelwechsel ohne Bogenpresse erlaubt. Hierzu wird der CAM LOCK Pin aus seiner Halterung im Mittelteil genommen. Der Bogen wird dann gerade soweit ausgezogen, bis sich der CAM LOCK Pin außen in eines der dafür vorgesehen Löcher im CAM schieben lässt. Nun kann man die Sehne und ein Kabel wechseln. Zum Auswechseln des anderen Kabels muss man die Prozedur am zweiten Cam wiederholen. Bei den Single Cam Bögen geht's umgekehrt:: zum Kabelwechsel die Sehne Richtung Mittelteil gedrückt und der CAM LOCK Pin an der Unterseite des Wurfarmes eingesteckt. Dieses feine Feature gibt es leider noch nicht bei den Modellen BLACK MAMBA XL und PYTHON X.
Unser Fazit:
Die VIPER ist ein typischer APA-Bogen der mit seinen nützliche Features aus der großen Masse heraussticht. Sie schießt sich angenehm und sehr präzise, besonders positiv bewerten wir die für den recht kurzen Bogen große Standhöhe. Dies lässt ihn einige Schießfehler verzeihen – und das kann schon mal den ein oder anderen Punkt auf dem 3D-Turnier retten. 3D-Turniere sind auch der primäre Einsatzbereich der VIPER, aber sicher sind auch Feld oder FITA-Einlagen möglich.















