Text: Elmar Harbecke
Fotos: Ulrike & Manfred Lang
Osterturnier Dahn 2010
Ostersamstag
1. Tag Samstag
Dahn ist jetzt schon ganz auf die WFAC 2010 eingestellt. An jedem Ortseingang prangt ein großes Schild mit dem Logo der WM.
Nach dem 3D-Masters ist Dahn unser zweites großes Turnier nach dem langen Winter. Wie alle anderen freuten sich auch die Team-Schützen endlich wieder draußen schießen zu können. Aber nach einigen schönen Tagen vor Ostern sollte der Winter nochmal seine Fänge ausstrecken...
Die meisten von uns - bis auf Rainer Schmitt - sind Freitag schon angereist um weniger Stress am Morgen zu haben. Das Wetter war Freitag besser wie erwartet, 14° und lockere Bewölkung statt des angesagten Regens. Es waren ein paar Hersteller und Händler vor Ort, so hatten wir endlich die Gelegenheit mit Christoph Okupniak von OK-Archery direkt über unsere neuen Renegades zu sprechen. Mittlerweile schießen drei von uns den R8, Uli bekommt ihren in LH demnächst. Für Manfred und mich war es das erste Mal mit dem R8 im Gelände, war schon gespannt, wie wir mit ihm zu Recht kommen würden.
Ostersamstag. Die letzte Chance die Parcours für die WM im Feldbogenschießen kennen zu lernen ließen sich nicht viel Schützen entgehen. Es waren 487 pünktlich um 08:30 Uhr am Start. Das Wetter war so wie am Freitag, lockere Bewölkung, kühl, aber es wurde zusehend wärmer. Yippieh, Dahn bei schönem Wetter macht richtig Spaß. Für uns Compound-FU Schützen war es am Samstag der weiße Parcours rund um den Sportplatz. Unsere Gruppe startete auf Scheibe 20. Mit Tobias Heeg war ein international erfahrener Feldschütze dabei, mit dem es Spaß macht einen guten Wettkampf zu schießen. Es war zwar Ostern, aber es wurde sich nichts geschenkt.
High-Noon und wir hatten erst ein Drittel des Parcours hinter uns, da wir an ein paar Scheiben doch warten mussten. Zu allem Überfluss setzte auch noch ein klassischer Landregen ein, super! Wenigstens waren die Wege trotz des Regens gut zu laufen. Allerdings machte die Feuchtigkeit das Schießen mit Scope und Peep nicht unbedingt zu Vergnügen, da sie immer wieder beschlugen. Das war teilweise wie blind schießen. Freut Euch, denn es könnte schlimmer kommen. Okay, wir freuten uns und es kam schlimmer. Aus dem Landregen wurde ein stetiger Dauerguss, noch dazu liefen wir wieder auf und durften warten. Jetzt wurde es langsam dämmerig und bei eingen Jagd-Scheiben war die Mitte schon so zerfleddert, dass wir selbst mit der Vergrtößerung in der Linse nur raten konnten, wo die Fünf zu suchen war. Aber das Problem hatten wohl andere auch. Umso mehr Respekt vor den geschossenen Punktzahlen. Besonders Rolf Hack aus Müllenborn kam mit der Situation sehr gut klar und gewann den ersten Tag mit 542 Punkten vor Stephan Strohmeier mit 538 Punkten.
Wir kamen gegen 19:00 Uhr im letzten Büchsenlicht aus dem Parcours und wurden als erste begrüßt. Oh weiha, dachten alle aus unser Gruppe, das kann ja noch was werden. So kam es denn auch, einige brachen ab und traten am zweiten Tag nicht mehr an.
Aber zurück zum Samstagabend. Alle saßen mehr oder weniger nass wie die Katzen im Vereinsheim und ließen den Tag Revue passieren. Immer wieder kamen neue Ergebnisse rein. Mit meinen 508 Punkten konnte ich nicht wirklich zufrieden sein, aber für ein erstes Mal mit dem R8 im Gelände, na ja... ich weiß auf jeden Fall, wo es noch hapert. Erstmal in die Pension, Heizungen an und die Klamotten schön drauf verteilen und dann ab in die Falle. Zum Glück ging es Sonntag eine halbe Stunde später los, um 09:00 Uhr.
Ostersonntag
2. Tag Sonntag
Sonntagmorgen und er fing wettertechnisch an wie der Samstag, lockere Bewölkung und es war sogar wieder wärmer... abwarten.
Sonntag war die Tierbildrunde an der Reihe, es sollte also ein Pfeil reichen und wir gegen 15:00 Uhr mit der Runde fertig sein. Gleiche Gruppe, gleiche Scheibe, aber der rote Parcours - wieder rund um den Sportplatz. Es ging gut los, nach einem Drittel nur 4 Punkte unter Soll, bin mit dem R8 und mir recht zufrieden. Übrigens haben die Dahner wieder eine Innenkill-Wertung mit 20-18-16.
Bis Mittag hielt sich das Wetter, dann kamen immer wieder ein paar heftige Schauer mit starkem Wind, der mir auch prompt den ersten Körpertreffer beschehrte. Tja, irgendwas ist ja immer ;-). Der Parcours verlangte an Schießtechnik alles ab. Wo Samstag ein 80 Yard Walk-Up auf dem Programm stand, durften wir am Sonntag steil bergauf auf die Tierbilder unser Bestes geben. Nahe und weite Ziele wechselten sich ab, so dass kein Rythmus aufkommen konnte. Immer wieder war neue Konzentration gefragt, und das nach teilweise sehr anstrengenden Laufpassagen - ist halt kein Kindergeburtstag. Unserer Meinung nach wird die Kondition bei der WFAC im August eine entscheidende Rolle spielen. Wer seine Hausaufgaben in dieser Richtung nicht macht, kann sich mal ein paar Plätze weiter hinten anstellen, ganz sicher.
Letztendlich kamen noch ein, zwei Patzer dazu und der Punktezähler blieb bei 540 Punkten stehen. Eigentlich gar nicht so schlecht für den zweiten Tag mit dem neuen Bogen. So konnte ich mich durch den guten zweiten Tag noch auf den 16. Platz vorarbeiten. Und mit unser Mannschaft, Uli, Rainer und ich, schafften wir noch den 4. Platz. Besonders Uli legte am zweiten Tag eine super Leistung hin und konnte sich auf den 5. Platz in der Einzelwertung verbessern. Die Top-Leistung lieferte Dieter Glöckner bei den BU-Schüzen ab. Er gewann beide Tage mit großem Vorsprung und einem starken zweiten Tag mit 524 Punkten (1022 Punken gesamt). Gewonnen hat bei den FU-Schützen Rolf Hack, der am zweiten Tag einen neuen Rekord mit 556 Punkten aufstellte - nur zwei Mal kein Innenkill getroffen!!!
Dahn ist für die WFAC im August bestens gerüstet, die Generalprobe zeigte noch kleine Schwächen beim Timing, die aber im Bereich der Schützen (Stichwort: Auflaufen und "Zeit lassen") liegt. Dafür kann der Veranstalter nichts. Die Organisation war wir immer sehr gut und wir sind überzeugt, dass es im Sommer eine perfekte Veranstaltung und Werbung für unseren Sport in Dahn geben wird. Wir freuen uns dabei zu sein und haben auch das nächste Osterturnier 2011 wieder auf unserem Kalender vermerkt.
































