14tes 3D-Turnier in Müllenborn
In der Eifel, Nähe Gerolstein
Am Wochenende 12./13. September war es zum 14. Mal wieder so weit. Der SUSC-Müllenborn veranstaltete sein 3D-Turnier. Michael, Dieter und Elmar waren vom Team AG dabei. Moment mal, Müllenborn, Müllenborn... da war doch was? Richtig, auf dem Gelände finden immer die Müllenborn-Classics (früher Cartel-Classics) statt. Eins der wenigen europäischen Preisgeldturniere der IFAA, zu dem auch die Top-Leute aus USA kommen. Wer also schon mal auf alternativ2tv.com geschaut hat, weiß, womit man in etwa zu rechnen hat. Aber die Parcoursverantwortlichen um Rolf Hack, deutscher Pro-Shooter, ersetzen nicht nur die Feldscheiben durch 3D-Ziele – das wäre ja zu einfach. Außerdem hat Rolf Spaß dran, dem Parcours die richtige Würze zu verleihen. Und das macht er verdammt gut, das muss man ihm lassen. Genau der richtige Wettkampf: Die Schützen gegen die Parcoursbauer. Unsere Gruppe hatte sich schon nach dem ersten Tag drauf geeinigt, ihn an seine Pokerchip-Scheibe (später mehr dazu) zu nageln. Um so größer die Genugtuung, wenn man die Aufgaben gelöst hat. Das Turnier ist ein 2-Tages-Turnier, mit einer 3-Pfeil-Runde (20/17) am ersten Tag und einer Hunter-Runde (1 Pfeil 20/10) am zweiten Tag. Man sollte meinen, am zweiten Tag ist es leichter, weil Hunter... nee, kein Gedanke, eher schwieriger. Die Müllenborner haben halt Spaß daran! Nur manchmal war es näher, aber nicht unbedingt leichter. Ausgepflockt war für Visierschützen (rot), Recurve und Longbow (gelb) und Schüler (weiß).Ebenso perfekt wie der Parcours war der Service der Müllenborner. Campen konnte man auf den Wiesen rund um das Vereinsheim, in dem Toiletten und auch Duschmöglichkeiten vorhanden sind. Die Verpflegung war erstklassig zu kleinen Preisen. Für ausreichend Getränke war ebenfalls gesorgt, man konnte beim Luftgewehrschießen Preisgelder gewinnen, oder sich beim abendlichen Pokerchip-Schießen seine Gerstenkaltschale verdienen. Dazu war ein Pokerchip auf einer Scheibe zu treffen – mit dem eigenen Bogen – der als Auslöser eine Maschine in Gang setzte, die ein Glas Bier füllte. Drei Schuss, ein Euro. Außerdem gab es noch Live-Musik! Leider war der Standard-Musikus der Müllenborner im Krankenhaus – gute Besserung, es freuen sich schon alle nächstes Jahr auf Dich.
Zurück zum Turnier:
Das Müllenborner Gelände ist teilweise extrem steil, wo sonst hat man schon die Gelegenheit einen Uhu auf 30 Meter aber in einem Winkel von 30 Grad zu schießen? Füchse auf 25 Meter sind sonst auch eher selten, und das ging den ganzen Tag so durch. Besonders nett sind dunkle Tiere im dunklen Wald. Weil das noch zu toppen ist, kann die Truthenne auch schon mal um 45° gedreht sein. Wenn man gerade meinte, dass war jetzt der schwerste Schuss, wurde man wieder eines besseren belehrt. Das Gelände in der Eifel ist aber nicht nur anspruchsvoll sondern auch malerisch. Es wurde zwar primär auf die Schwierigkeit des Schusses Wert gelegt, aber alle Szenerien waren in die tolle Landschaft integriert. An einem Bach fanden sich daher Biber und Waschbären, im Wald dann Reh und Hirsch, Bär, Luchs, Wolf, Auerhahn, usw. in natürlicher Umgebung. Ein paar Exoten wie Puma und Vielfraß durften auch ''erlegt'' werden. Auf dem Parcours hätte man ohne Probleme eine DM veranstalten können.Dementsprechend hart umkämpft waren die Platzierungen in allen Bogenklassen. Teilweise trennte nur 1 Kill die Schützen auf dem Treppchen, und das nach zwei Tagen mit einem Hunter-Tag! Über tausend Punkte wurde nur in den Compound-Klassen mit Visier erreicht, wobei dieses Jahr die Bowhunter Unlimited die Klasse Freestyle Unlimited hinter sich lassen konnte. Alle drei ersten Plätze hatten mehr Punkte, wie der Beste in der FU-Klasse. Wie wir am Rande mitbekamen, gab es auch einige (konstruktive) Kritik am Parcours. Aber man kann es nicht immer allen Recht machen – daher unser Appell an die Müllenborner: Weiter so, ihr macht einen sehr gute Job. Und vielen Dank für ein anspruchsvolles Turnier, das einen Vergleich mit z.B. Siegburg nicht zu scheuen braucht.
Als Preise gab es Eifler Spezialitäten, die alle liebevoll zurecht gemacht waren. Die Kids und Jugendlichen erhielten eine Urkunde und kleine Präsente. Ein tolles Turnier, wir kommen nächstes Jahr gerne wieder – und zwischendurch auch, um ein bisschen euren Feldparcours unsicher zu machen.















