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Donnerstag, 17. Mai 2012

Bilder Ankum 09

Ankumer Herbstturnier 2009

Text: Elmar Harbecke, Fotos: Fam. Konrad, Ankum

Wie letztes Jahr war es nach der DM Bowhunter und vielen Turnieren wieder spannend – wird es auch dieses Jahr ein Ankume Herbstturnier geben? Als dann die Einladung eintrudelte waren wir doch beruhigt und freuten uns schon auf das typische Ankumer Herbstwetter. Die Einladungen übrigens sehr nett gemacht, mit Motiven des Turnieres 2008. Alles steht drin, wann, wo, wie man es findet, wieviel es kostet, welche Klassen und ganz wichtig: wieviele Hunterschüsse! Obwohl das war diesmal nicht ganz so genau. Da stand "teilweise", also rechneten wir mit mindestens der Hälfte. So war es letztlich auch, 15 von den 30 Zielen waren mit Hunterwertung zu schießen.

Der 8. November rückte näher und das Wetter stimmte sich zusehends auf das Herbstturnier ein, es wurde immer kälter und nasser. Samstagmorgen raus schauen, klar Regen. Na super, ja nicht vergessen das dicke Zeugs noch mal eben zu imprägnieren. Aber ...

... am nöchsten Morgen ist der Himmel klar, kein Regen in Sicht, dafür auf der Fahrt nach Norden immer wieder Nebelbänke. Hmm, abwarten, wir sind skeptisch. Bei unser Ankunft am Turniergelände ist es kalt aber sonnig, yep, so soll es bleiben – und tut es auch den ganzen Tag, absolut Ankum-untypisch.

Genießen wir also das Turnier. Enne und Norbert Konrad haben die Gruppeneinteilung festgelegt, wir treffen in unser Gruppe auf die üblichen Verdächtigen und auch sonst sieht man viele bekannte Gesichter. Ein Einladungsturnier mit Flair halt. Die Veranstalter drängen darauf, pünktlich in den Parcours zu gehen, wird früh dunkel halt. Diesmal geht es im Uhrzeigersinn, die Jahre vorher lief es immer anders herum. Wir sollten auf Scheibe 10 starten, hatten also ein bisschen zu laufen. Nutz man ja gerne für Einblicke in den Parcours, und schon konnten wir uns freuen, bzw. taten uns die Schützen an den ersten Scheiben leid – na ja, alzu viel zwar nicht, aber etwas schon – sie waren Opfer des schönen Wetters und durften direkt in die tiefstehende Sonne schießen. Da laufe ich gerne etwas weiter, oder?

Alle Tiere waren wie jedes Jahr in tadellosem Zustand, liebevoll repariert und bemalt. Oft schöner und naturgetreuer wie die originale Bemalung. Im Grunde schießt man in Ankum jedes Jahr wieder auf neue Tiere, hat man nicht so oft!

Durch die geänderte Laufrichtung des Parcours ergaben sich einige neue Schusssituationen. Aber auch die vermeintlich bekannten Situationen sollte man sich besser genau ansehen, die Ankumer bauen gerne den ein oder anderen Kniff ein, der einem zum Verhängnis werden kann. Da gab es ein paar Ziele haben uns besonders gefallen. So zum Beipiel der Berglöwe auf der Wiese. Man steht etwas unterhalb und schaut direkt über die Grasnarbe hinweg, aber ohne Bezugspunkte ausmachen zu können. Da brauchte man schon Zeit um die Entfernung richtig hin zu bekommen. Danke für die Pause ;-)

Aber auch andere Ziele hatten es in sich, vor allen Dingen die auf dem Stoppelfeld. Alles sieht gleich aus, es fällt schwer einen Bezugspunkt zu finden. Man gibt sich ja Mühe und guckt schon im Anmarsch auf ein Ziel, na, wie weit könnte es denn sein? So bei der Hyäne auf dem Stoppelfeld. Komme vom Reh, sehe die Hyäne und ein Pflock, geh voller Konzentration zum Pflock, stecke mal vorsichtshalber drei Pfeile ein. Denke noch, wau, netter Winkel, fast von vorne – da kommt schon vom Rest der Gruppe die Frage, was ich denn mit drei Pfeilen will, ist doch ein Hunterschuss. Ich sag noch: "Hunter auf die Hyäne?", ne, kommt die Antwort: "Schieß lieber auf die Krähen". Na Klasse, waren das doch keine Müllsacke, sondern Backstopps ...

Aber etwas fehlte dies Jahr doch, genau, die Schlange, an der letztes Jahr einem Schützen ein Pfeil auf Weltreise ging, dafür gab es ein paar Ratten in drei und fünf Meter Entfernung. Nur weil es nah ist, hat man noch nicht getroffen, gerade Visierschützen sollten die Haltepunkte kennen.

Nett war auch der Löwe am schrägen Hang auf freundlichen 55 Metern. Oder der stehende Bär im Wald, war 50 Meter weit der alte Blender. Man musste wirkich jede kleine Bodenwelle einrechnen. Eines kommt noch dazu: Auch wenn man die Entfernung richtig schätzt, sollte man schon den richtigen Pin nehmen, das tut schon weh, muss es auch. Aber hey, nobody is perfect und heute war mein Name nicht Nobody... geärgert hat es trotzdem ;-)

Richtig einfache Ziele gab es nicht. Wenn man vorne mitspielen möchte, sollte man keinen zweiten Pfeil gebrauchen und zu viele Körpertreffer dürfen es auch nicht sein. Bei den Compound Unlimiteds blieben die drei Top-Schützen mit vier (Axel Langeweige - Sherwood, 588) und fünf (André Grawinkel - Sherwood und Elmar Harbecke - Team AG, je 585) Körpertreffern unter der vollen Punktzahl. Bei den Compound Blank Schützen lag einmal mehr der Seriensieger der letzen Jahre, Andreas Gotthardt (Team AG) mit 555 Punkten vor Claus Brinkmann (Lemgo), 500 Punkte und Bernd Elsner (Castrop) mit 499 Punkten. Hier ging es denkbar knapp zu. Im größten Starterfeld mit 38 Startern – bei den Compound Unlimiteds waren es mit 34 nur vier weniger – den Recurve Blank Herren, machte auch diesmal Topfavorit Michael Görke den Sack wieder zu. Mit 490 Punkten vor Uwe Ebner aus Wellie – genau, dort finden wieder die 3D-Masters statt, Uwe ist einer der Ausrichter – mit 471 Punkten. Auf dem dritten Platz auch ein alter Bekannter, Rainer Zillig aus Dortmund von der Pfeil-&Bogenwelt mit 455 Punkten. Die drittstärkste Gruppe waren die Longbow Herren mit 27 Startern. Hier siegte Udo Laugisch aus Rehde, 451 Punkte vor Michael Handick von der Pfeil-&Bogenwelt Dortmund mit 447 Punkten und auf dem dritten Platz, Ralf Vowé aus Oldenburg. Die komplette Ergebnisliste finden Sie in der PDF-Datei (siehe linke Spalte) zum Download.

Es war wieder mal schön in Ankum, sogar bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Wir hoffen, dass es noch einige Herbstturniere in Ankum geben wird. Ich glaube Enne Konrad sagte, wenn irgend jemand mal "Voll" schießt, also 600 von 600 möglichen, wird es das letzte Turnier sein. Hmm, da sollten dann doch alle ruhig immer einen Körpertreffer dabei haben, oder? In diesem Sinne freuen wir uns schon auf den Herbst 2010, wenn wir wieder eine Einladung nach Ankum erhalten.