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Donnerstag, 17. Mai 2012

Anmerkung zum Bericht:

Den Bericht zu unserem Seminar hat Michael geschrieben, da war er noch nicht im Team AG.

Aufgrund seiner Leistungen, Engagement und Leidenschaft für den Bogensport war es uns wichtig ihn als Teammitglied zu gewinnen. So wie wir ihn in Ruhpolding persönlich kennen lernten, dachten wir, dass wäre der richtige für das Team AG.

Also, willkommen im Team.

Bilder BSZ-Chiemgau

Pfingsten in Ruhpolding

zum Training mit Andreas Gotthardt

(von Michael Ziefle)

Was hat mich dazu bewegt:
Tja, ich denke mal die eigene Unzufriedenheit und der Drang mich zu verbessern. Natürlich hatte ich den Gedanken, der sich auch nicht verdrängen ließ „Hoffentlich fahre ich nicht 720 km und er kann mir nicht wirklich helfen“. Natürlich kannte ich Andreas vorher schon und mir war klar welche Erfolge er hat. Nur was macht er aus mir? Kann er mir so helfen, dass ich es verstehe? Technik-, Ausdauer- und Kraft-Training, Theorie und Gelände. Was kommt auf mich zu?

Ich kam am Pfingstmontag am Bogensportzentrum Chiemgau (www.bsz-chiemgau.de) an, was sich durchaus als hilfreich herausgestellt hat: Auszug verkürzen, Material oder einfach nur die kalte Apfelschorle zwischendurch. Da stand ich nun und wartete. Nach und nach kamen auch die anderen, Compoundschützen, Recurve, Langbogen, Blank, Visier alles bunt
gemischt. Jeder das gleiche fragende Gesicht. Dann waren sie da, die 2 Herren: Andreas und Elmar, gut gelaunt und voller Elan! Kurz vorgestellt und ich wollte schon los, um auf die Scheibe zu schießen. „Nichts da“ sagte Andreas „Was ist denn mit aufwärmen?“ Meinerster Gedanke „So ein Blödsinn“. Doch dann kam die Begründung, die jeder verstand, jeder kannte das, man wird besser nach 20 Pfeilen. Hätten wir uns mal immer aufgewärmt. Nach dem Aufwärmtraining ging es doppelt so gut. Wir fingen an auf die Scheibe zu schießen. Pfeil um Pfeil. Andreas liefmit seinem Buch um uns herum und schrieb. Elmar wie unsichtbar im Hintergrund. Beide kaum wahrnehmbar. Nach einiger Zeit der Austausch zwischen Andreas und Elmar. Dann ging es los: Bekanntgabe der erkannten Fehler. Abstellen der Fehler. Verinnerlichen. Was soll ich sagen? Die Zwei sind super! Sie haben uns bei schönstem Wetter in toller Landschaft so viele Fehler ausgebügelt und Tipps gegeben. Das wird niemand so schnell vergessen.

Das Ausdauer- und Kraft-Training am zweiten Tag war bei knapp 29 Grad echt hart. Und wir waren froh zu wissen, dass am nächsten Tag nur Theorie ansteht. Und vor allem ein gemütliches zu Hause im „Landhotel Maiergschwendt“ (ww.landhotel-maiergschwendt.de) zu haben. Nichts desto trotz war es super zu sehen was Training bedeutet und was jeder von uns zuvor als Training angesehen hatte. Wir mussten alle über uns schmunzeln.

Tag 3 war tagsüber zur freien Verfügung. Theorie am Abend und davor gemeinsames Grillen bei super Wetter. Openairtheorie mit Leinwand und Beamer und lauter gespannte Gesichter. Was wird kommen? „Gelände richtig lesen“. Wow, das hätte kaum einer von uns gedacht, das man sich so verschätzen kann und auf was man alles achtenkann/muss/sollte, um nicht von seinem Unterbewusstsein gelenkt zu werden. Ob das so alles stimmt, was er uns erzählt? Das war genau die Überleitung zu den nächsten beiden Geländetagen. Keiner, aber wirklich keiner, hätte gedacht mit dem Gelernten aus den drei Tagen davor so einen riesen Unterschied im Gelände zu erwarten. Licht, Schatten, schräge Bäume und Tunnels… Wo genau stelle ich meine Füße an den Hang usw., Wahnsinn! Lächelnd und mit einem sehr guten Gefühl verließen wir den Parcours.

Die Seminarwoche mit Andreas Gotthard war ein voller Erfolg für uns alle und ich denke das war nicht das letzte Mal. Wir haben noch so viel zu lernen. Fazit:
Wir haben Andreas Gotthardt und Elmar Harbecke viel zu verdanken. Der Schritt, den die beiden uns nach vorne gebracht haben war/ist riesig.

DANKE!